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Female Finance – Rückblick auf unseren Meet-up-Abend

Wie können Frauen ihr Geld selbstbewusst, klug und zukunftsorientiert gestalten? Genau dieser Frage haben wir uns beim Female-Finance-Meet-up gewidmet – mit einer Mischung aus Wissen, Impulsen und dem Ziel, Finanzen ein Stück weniger kompliziert und ein Stück mehr machbar zu machen.

Denn das Leben von Frauen verläuft oft anders als das der Männer: Karriereunterbrechnungen, Teilzeitphasen, Care-Arbeit, oft auch andere Prioritäten und gleichzeitig längere Lebenserwartungen. All das beeinflusst finanzielle Entscheidungen. Umso wichtiger sind Strategien, die wirklich zum eigenen Leben passen. 

Ein Abend, der Mut macht 

Zum Auftakt sind wir mit einem interaktiven Quiz gestartet. Es ging um finanzielle Meilensteine der Gleichberechtigung und um Fakten, die zeigen, wo wir herkommen: Wie wenig finanzielle Selbstbestimmung für Frauen noch in der Generation unserer Eltern oder Großeltern an der Tagesordnung war – und warum es heute umso wichtiger ist, die eigenen Finanzen bewusst in die Hand zu nehmen.

Warum Finanzen für Frauen oft anders sind

Ein zentraler Punkt des Abends war der Blick auf den Gender Investment Gap: Nicht, weil Frauen „schlechter“ mit Geld umgehen können – sondern weil Rahmenbedingungen, Prägungen und Lebensverläufe häufig anders aussehen. 

Gründe, die viele Teilnehmerinnen wiedererkannt haben: 

  • Zu wenig Zeit (Prioritäten liegen oft woanders)
  • Zu wenig Sicherheit („Ich will nichts falsch machen“)
  • Zu wenig Orientierung im Wissens-Dschungel: Bei den Massen an Finanzwissen, auf die wir heutzutage zugreifen können, ist es oft schwer zu erkennen, was wirklich richtig ist und vor allem: Wie man es sinnvoll für sich nutzen kann. 

Bevor es um „die richtige Anlage“ geht, braucht es erst einmal Klarheit. Ein ehrlicher Überblick über Einnahmen, Ausgaben, Rücklagen, Verträge und Vermögenswerte. Denn erst wenn ich weiß, wo ich stehe, kann ich entscheiden, was als Nächstes sinnvoll ist.

Von dort aus ging es weiter zur Frage, die alles sortiert: Wofür ist das Geld gedacht – und wann wird es gebraucht? Sobald Ziel und Zeitrahmen klar sind, werden viele Entscheidungen plötzlich leichter. Denn ich weiß: Wie viel Flexibilität ich brauche. Wie viel Schwankung sich noch gut anfühlt. Und was gerade bei mir Priorität hat – Sicherheit, Wachstum oder Verfügbarkeit.

Ein wichtiger Punkt dabei: Finanzplanung ist nichts, was man einmal „fertig“ macht. Sie läuft in Zyklen – genauso wie das Leben. Deshalb ist ein regelmäßiger Finanz-TÜV wichtig, bei dem regelmäßig geprüft wird, was noch passt, was ein Update braucht und was ergänzt werden darf.

Es ging nicht um komplizierte Fachbegriffe, sondern um Zusammenhänge: Chancen und Risiken gehören zusammen, Diversifikation bringt Ruhe ins Depot, und langfristige Ziele profitieren von Klarheit und Konsequenz.

Gold & Silber als Ergänzung in modernen Portfolios

Beim Thema Edelmetalle sind die ersten Assoziationen meist typisch: Silberbesteck von Oma, vererbtes Gold im Tresor. Genau daran haben wir angesetzt:

Was bedeutet Gold & Silber heute? Welche Möglichkeiten gibt es – und was sollte man beachten? 

Denn auch hier gilt: Es gibt nicht „die eine richtige“ Lösung. Entscheidend sind Ziel, Zeithorizont, Sicherheitsbedürfnis und der persönliche Umgang mit Aufbewahrung, Verfügbarkeit und Kosten.

 „Gibt es ein zu spät zum Investieren?“

 Nicht das Alter entscheidet, sondern der Plan.

Und selbst wenn der Anlagehorizont kürzer ist, bleibt der erste Schritt immer derselbe: Überblick schaffen, Struktur herstellen, Prioritäten definieren – und dann eine Lösung wählen, die zum Leben passt. 

Es ist nie zu spät, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern – anfangen ist das Wichtigste.

Wie bei Sport und Ernährung: Der perfekte Zeitpunkt ist selten „irgendwann“. Der beste Zeitpunkt ist: jetzt starten.

Austausch, Fragen, Vernetzung – und vor allem: Leichtigkeit

Besonders schön war die Atmosphäre: offen, ehrlich, interessiert. Es gab Raum für Fragen, für persönliche Anekdoten und für diesen Moment, in dem man merkt: „Ich bin nicht die Einzige, die sich bei Finanzen manchmal unsicher fühlt.“

Genau dafür sind solche Abende da: Wissen, Austausch und Motivation, den nächsten Schritt zu gehen.

Danke an die Tafel Mettmann

Ein herzliches Dankeschön geht an die Tafel Mettmann, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und den Abend mit Snacks und Getränken so einladend begleitet hat.

 Besonders schön: Die Einnahmen, die wir an dem Abend in unserem „Sparfrosch“ gesammelt haben, haben wir als Spende an die Tafel Mettmann weitergegeben. So wurde aus einem inspirierenden Finance-Abend gleichzeitig ein kleiner, konkreter Beitrag für Menschen, die im Alltag Unterstützung brauchen.